WLAN im Keller: so kommt das Signal nach unten

Der Keller ist zum Fitnessraum, zur Waschküche, zum Büro geworden. Das WLAN ist nicht mitgekommen. Warum die Kellerdecke so eine Barriere ist und wie du sie umgehst.

Veröffentlicht am · 2 Min. Lesezeit

In diesem Ratgeber
  1. Warum Keller so schwierig sind
  2. Die Treppe nutzen
  3. Das Netz per Kabel nach unten bringen
  4. Praktische Hinweise
  5. Die wichtigen Stellen prüfen

Früher standen im Keller die Heizung und Kartons. Heute sind dort Fitnessräume mit vernetztem Ergometer, Waschküchen mit smarter Waschmaschine, Hobbyräume und Büros. Das WLAN, oben installiert, schafft den Weg selten.

Warum Keller so schwierig sind

  • Die Kellerdecke ist meist die massivste im Haus. In der Regel Stahlbeton, oft zusätzlich mit Rohren und Leitungen.
  • Die Wände liegen im Erdreich. Erde und Beton hinter den Kellerwänden schlucken, was nicht durch die Decke kommt, und nichts wird zurückgeworfen.
  • Kleine oder keine Fenster. Es gibt keinen seitlichen Weg für das Signal von draußen.
  • Der Router steht in der falschen Ecke. Er steht dort, wo die Leitung im Erdgeschoss ankommt, oft am anderen Ende als die Kellertreppe.

Es ist dasselbe Problem wie beim schwachen WLAN im Obergeschoss, nur umgekehrt, und meist schlimmer.

Die Treppe nutzen

Das Kellertreppenhaus ist eine Öffnung in der Decke. Das Signal kommt dort viel leichter nach unten als durch den Beton.

  • Ein Router nahe dem oberen Ende der Kellertreppe versorgt das Untergeschoss viel besser als einer am anderen Hausende.
  • Ein Mesh-Knoten oben an der Treppe, wo er den Router noch gut hört, kann den Bereich am Fuß der Treppe abdecken. Siehe Repeater richtig platzieren.
  • Die Kellertür offen lassen, wenn es eine massive Tür ist und du unten Signal brauchst.

Das Netz per Kabel nach unten bringen

Für regelmäßige Nutzung ist der Keller einer der Orte, an denen sich ein Kabel am meisten lohnt:

  • LAN-Kabel die Treppe hinunter oder entlang einer Installationstrasse zu einem Access Point oder verkabelten Mesh-Knoten im Keller.
  • Powerline, denn der Keller hängt an derselben Elektroinstallation. Das Ergebnis hängt von der Leitung ab; siehe Powerline: wann es sinnvoll ist.
  • Das Koaxkabel, falls es unten eine Antennendose gibt, mit den passenden Adaptern.

Ist ein Access Point im Keller, montiere ihn hoch, an der Decke oder auf einem Regal, und frei.

Praktische Hinweise

  • Geräte nicht auf den Boden stellen. Keller können Wasser abbekommen. Ein Router im Regal übersteht ein kleines Hochwasser, einer auf dem Boden nicht.
  • Auf Heizung und Lüftungskanäle achten. Große Metallkästen und Kanäle blocken und reflektieren das Signal; versteck keinen Knoten dahinter.

Die wichtigen Stellen prüfen

Das Laufband, die Waschmaschine, das Sofa vor dem Fernseher. Mit WiFi Heatmap misst du den Keller als eigene Etage und siehst, wo das Signal die Treppe herunterkommt und wo es stirbt. Knoten umstellen, erneut messen, vergleichen.