Wie WiFi Heatmap dein WLAN misst und was sie nicht sehen kann
Keine Magie und kein dBm: die Messungen, die Formel und die Grenzen hinter der Karte, so wie die App wirklich arbeitet.
In diesem Ratgeber
WiFi Heatmap ist eine iPhone-App von TopCycle, einem Unternehmen aus Italien. Diese Seite erklärt, wie eine Farbe auf deinem Grundriss zustande kommt, und auch, was die App dir nicht sagen kann. So kannst du jedes Ergebnis einschätzen, von uns oder von anderen Tools.
Warum die App kein dBm anzeigt
iOS gibt normalen App-Store-Apps den Funkpegel nicht heraus. Es gibt zwar eine Systemeigenschaft, die danach aussieht, aber ohne eine besondere Apple-Berechtigung liefert sie einen festen Wert. So verwendet, sähe jede Stelle der Wohnung gleich aus.
Die App prüft das während der Nutzung: Sie ignoriert diesen Wert, solange er sich zwischen den Messungen nicht wirklich ändert. Die Karte beruht also auf dem, was ein iPhone ehrlich messen kann, nämlich wie sich die Verbindung verhält.
Was an jedem Punkt gemessen wird
Während du gehst, baut die App kurze Verbindungen zum Router auf und stoppt die Zeit. Jeder Punkt bekommt drei Messungen kurz hintereinander, und die Punkte liegen mindestens 40 cm auseinander. Aus jeder Serie bleiben drei Zahlen:
- Antwortzeit: der Median der Hin- und Rücklaufzeit zum Router.
- Schwankung: wie weit die Messungen von diesem Median abweichen. Eine angeschlagene WLAN-Verbindung sendet Daten erneut, und diese Zahl steigt früh.
- Unbeantwortete Anfragen: Messungen ohne Antwort innerhalb von 0,7 Sekunden.
Eine Zeitüberschreitung zählt nur, wenn der Router auf dieser Verbindung schon geantwortet hat. Ist das Handy offline oder die Berechtigung für das lokale Netzwerk aus, wird der Punkt gar nicht gemessen. Ein Berechtigungsproblem kann also kein falsches Funkloch erzeugen.
Wie die Punktzahl bis 100 entsteht
Jede Zahl wird zu einem Wert zwischen 0 und 1, die dann so gewichtet gemittelt werden:
| Bestandteil | Anteil an der Punktzahl | Bester Wert | Schlechtester Wert |
|---|---|---|---|
| Antwortzeit | 58 % | 5 ms | 120 ms |
| Schwankung | 25 % | 0 ms | 40 ms |
| Unbeantwortete Anfragen | 17 % | 0 % | 100 % |
Das Ergebnis bestimmt die Bewertung auf der Karte: ab 80 sehr gut, 60 bis 79 gut, 40 bis 59 mittel, 20 bis 39 schwach, unter 20 sehr schwach. Diese Schwellen sind unsere eigene Designentscheidung, kein Branchenstandard.

Wie die Farben zwischen den Punkten entstehen
Der Grundriss kommt von ARKit, mit Kamera und Bewegungssensoren, LiDAR ist also nicht nötig. Die Position driftet um etwa 1 bis 3 % der gelaufenen Strecke, danach wird der Plan begradigt, was den größten Teil des Fehlers auffängt.
Die Farben zwischen den Punkten sind eine Schätzung. Die App nutzt eine inverse Distanzgewichtung: Nahe Messungen zählen mehr als entfernte, auf einem 20-cm-Raster und bis zu 5 m weit. Was weiter als 2,5 m von der nächsten Messung entfernt liegt, bleibt grau, weil sich eine so weite Schätzung nicht lohnt.
Was die Karte dir nicht sagen kann
- Sie ist kein Speedtest. Ein Raum kann gut abschneiden, während die Internetleitung langsam ist, denn die Messungen enden am Router.
- Sie ist keine Funkmessung. Die Punktzahl zeigt das Verhalten der Verbindung, das auch von Störungen und von der aktuellen Netzauslastung abhängt.
- Sie kennt deine Wände nicht. Die Schätzung zwischen zwei Punkten ignoriert, was dazwischen liegt. Miss deshalb auf beiden Seiten einer dicken Wand.
- Sie sieht nur das Band und den Node, mit dem du verbunden bist. Um Bänder zu vergleichen, verbinde dich mit jedem und miss getrennt.
- Punktzahlen vergleicht man am besten innerhalb einer Wohnung. Nimm dasselbe Handy zur selben Tageszeit und werte wenige Punkte Unterschied als Rauschen.
Zu den Bildern auf dieser Website
Die App-Screenshots in unseren Ratgebern zeigen Demodaten: erfundene Wohnungen und Beispielmessungen, die zeigen sollen, wie man ein Ergebnis liest. Es sind keine Messungen echter Wohnungen, und wir kennzeichnen sie als Beispiele. Deine Werte werden anders aussehen.
Wer wir sind
WiFi Heatmap wird von TopCycle in Italien entwickelt. Du brauchst kein Konto, und die Grundrisse bleiben auf deinem iPhone; Details stehen in der Datenschutzerklärung. Wenn dir auf dieser Seite etwas falsch vorkommt, schreib uns.