WLAN reicht nicht bis ins Zimmer? 9 Lösungen, die wirklich helfen
Wenn das WLAN überall läuft außer in einem Raum, ist die Lösung fast immer günstiger als ein neuer Router. Fang oben an und teste nach jedem Schritt.
In diesem Ratgeber
- Zuerst: Liegt es wirklich an diesem Raum?
- 1. Router Richtung Mitte stellen
- 2. Erhöht und frei aufstellen
- 3. Hindernisse aus dem Weg räumen
- 4. Das passende Frequenzband für den Raum wählen
- 5. Antennen ausrichten
- 6. Router neu starten und aktualisieren
- 7. WLAN-Kanal wechseln
- 8. Ein Kabel in den Raum legen, wenn möglich
- 9. Mesh-Knoten oder Repeater hinzufügen – an der richtigen Stelle
- Messen, bevor du Geld ausgibst
- Häufige Fragen
Eines der häufigsten WLAN-Probleme zu Hause: bester Empfang im Wohnzimmer, nichts im Schlafzimmer, im Arbeitszimmer oder im Obergeschoss. Die gute Nachricht: Ein Problem, das nur einen Raum betrifft, ist fast immer ein Abdeckungsproblem – und das lässt sich beheben. Geh diese Schritte der Reihe nach durch, von kostenlos bis kostenpflichtig, und teste nach jedem erneut.
Zuerst: Liegt es wirklich an diesem Raum?
Bevor du etwas änderst, stell sicher, dass die Abdeckung das Problem ist und nicht die Internetleitung. Mach denselben Test direkt am Router und im Problemraum:
- An beiden Stellen langsam: Es liegt am Tarif, am Anbieter oder am Router, nicht am Raum.
- Am Router schnell, im Raum langsam: Es ist die Abdeckung. Lies weiter.
Eine Karte macht das deutlicher, weil sie zeigt, ob das Problem an einer Wand beginnt, mit der Entfernung zunimmt oder eine ganze Etage betrifft. Lies WLAN-Funkloch finden.
1. Router Richtung Mitte stellen
Die wirksamste kostenlose Lösung. Ein Router in einer Ecke oder am Ende der Wohnung schickt sein bestes Signal dorthin, wo du es nicht brauchst. Stell ihn Richtung Mitte, auch nur ein paar Meter, und teste erneut. Details im Ratgeber Router richtig aufstellen.
2. Erhöht und frei aufstellen
Router weg vom Boden, raus aus dem Schrank und weg vom Fernseher. Ein Regal in Brusthöhe oder höher, ohne feste Hindernisse drumherum, macht aus einem schwachen Raum oft einen brauchbaren.
3. Hindernisse aus dem Weg räumen
Schau dir die direkte Linie zwischen Router und Raum an. Große Spiegel, Metallregale, ein Kühlschrank, ein Aquarium oder ein Stapel Elektronik können jeweils viel Signal kosten. Manchmal reicht es, einen Gegenstand zu verschieben.
4. Das passende Frequenzband für den Raum wählen
Die meisten Router funken auf 2,4 GHz und 5 GHz:
- 2,4 GHz reicht weiter und kommt besser durch Wände, ist aber langsamer und stärker belegt.
- 5 GHz ist deutlich schneller, hat aber weniger Reichweite und wird von Wänden stärker gedämpft.
Liegt der Raum weit weg oder hinter mehreren Wänden, bleibt ein Gerät im 2,4-GHz-Band oft verbunden, wo 5 GHz abbricht. Viele Router – etwa die FRITZ!Box – nutzen einen gemeinsamen Netzwerknamen und wählen automatisch; hat dein Router getrennte Namen, probier im Problemraum das 2,4-GHz-Netz.
5. Antennen ausrichten
Bei Routern mit externen Antennen: eine senkrecht, eine waagerecht. Liegt der Raum auf einer anderen Etage, bringt die waagerechte Antenne oft den größeren Unterschied.
6. Router neu starten und aktualisieren
Ein Router, der seit Monaten läuft, kann instabil werden, und Firmware-Updates verbessern häufig die Leistung. Starte ihn neu und prüfe dann in der App des Herstellers oder der Benutzeroberfläche, ob Updates verfügbar sind.
7. WLAN-Kanal wechseln
In Mehrfamilienhäusern kämpfen Dutzende Netze um dieselben Kanäle. Die meisten Router wählen den Kanal automatisch, aber ein Neustart kann sie auf einen weniger belegten verschieben. Im 2,4-GHz-Band überlappen sich nur die Kanäle 1, 6 und 11 nicht.
8. Ein Kabel in den Raum legen, wenn möglich
Ein Kabel ist der zuverlässigste Weg, Internet in einen Raum zu bringen. Ein LAN-Kabel zu einem zweiten Access Point oder direkt zum PC oder Fernseher umgeht alle WLAN-Grenzen. Wo kein Kabel möglich ist, nutzen Powerline-Adapter das Stromnetz; ihre Leistung hängt stark von der Elektroinstallation ab, also vor der Entscheidung testen.
9. Mesh-Knoten oder Repeater hinzufügen – an der richtigen Stelle
Ist der Raum nach den kostenlosen Lösungen immer noch schwach, ist zusätzliche Hardware dran. Die wichtigste Regel: Stell das neue Gerät dorthin, wo das Signal noch gut ist, etwa auf halbem Weg zwischen Router und Problemraum – nicht in den schwachen Raum selbst. Ein Mesh-Knoten oder Repeater, der ein schlechtes Signal empfängt, kann nur ein schlechtes Signal weitergeben.
Unsicher, was du kaufen sollst? Lies zuerst Repeater oder Mesh.
Messen, bevor du Geld ausgibst
Am schnellsten erfährst du, welche Lösung geholfen hat, durch den Vorher-nachher-Vergleich. Mit WiFi Heatmap erfasst du die Wohnung mit dem iPhone, änderst eine Sache und misst erneut: Der Problemraum wird grün – oder eben nicht. Außerdem siehst du den besten Platz für einen Mesh-Knoten, bevor du einen kaufst.
Häufige Fragen
Warum ist das WLAN nur im Schlafzimmer so schwach?
Meist wegen der Entfernung und dem, was dazwischenliegt: Wände, ein Bad, eine Treppe oder eine Geschossdecke. Schlafzimmer liegen oft am anderen Ende der Wohnung als der Internetanschluss.
Warum reicht das WLAN nicht ins Obergeschoss?
Fast immer ist die Geschossdecke schuld, die bei Stahlbeton viel Signal schluckt. Bringt ein höherer Router-Standort nahe der Treppe nichts, braucht es einen Mesh-Knoten oder Access Point oben.
Helfen WLAN-Booster-Apps?
Nein. Apps können das Signal deines Routers nicht verstärken. Sie können nur beim Messen helfen, damit du weißt, wo du ansetzen musst.
Löst ein neuer Router das Problem in einem Raum?
Manchmal, wenn dein Router sehr alt ist. Ein neuer Router in derselben Ecke lässt aber meist denselben Raum schwach. Stell zuerst deinen aktuellen Router um – und miss.