WLAN in der Garage: so versorgst du sie, angebaut oder freistehend
Die Wallbox will ein Update, der Torantrieb die App, und in der Garage gibt es einen Balken. Garagen sind gebaut, um Dinge draußen zu halten. WLAN eingeschlossen.
In diesem Ratgeber
Früher brauchte eine Garage nur einen Lichtschalter. Heute gibt es einen smarten Torantrieb, eine Wallbox, die Firmware-Updates will, eine Kühltruhe mit Temperatursensor, vielleicht eine Werkbank und einen Lautsprecher. Und die Garage ist oft der am schlechtesten versorgte Raum auf dem Grundstück.
Warum Garagen schwierig sind
- Die Wand zum Haus ist oft die härteste. In vielen Häusern ist sie massiv oder als Brandwand ausgeführt, genau dafür gebaut, Garage und Wohnraum zu trennen.
- Das Tor ist eine Stahlplatte. Ein Schwing- oder Sektionaltor aus Stahl blockt das Signal, das sonst von vorn oder von der Seite käme.
- Die Entfernung. Router stehen in der Hausmitte oder vorn, die Garage liegt seitlich oder dahinter.
- Freistehende Garagen bringen die Außenwände zweier Gebäude plus den Abstand dazwischen mit.
Angebaute Garage
- Ein Knoten oder Repeater im Haus, direkt neben der Garage. Der Flur oder Hauswirtschaftsraum auf der anderen Seite der Verbindungstür ist meist der richtige Platz: nah an der Garage und noch gut vom Router versorgt. Siehe Repeater richtig platzieren.
- Den Weg durch die Verbindungstür freihalten. Viel Signal kommt durch die Tür, nicht durch die Wand.
- Wenn schon Kabel, dann auch LAN. Installiert der Elektriker gerade die Wallbox, kostet ein zusätzliches Netzwerkkabel im selben Zug sehr wenig und löst das Problem für immer.
Freistehende Garage oder Werkstatt
- Ein erdverlegtes oder oberirdisches LAN-Kabel zu einem Access Point in der Garage ist die zuverlässigste Lösung. Nimm Kabel für Außen- oder Erdverlegung, im Schutzrohr.
- Powerline kann funktionieren, wenn die Garage am selben Stromkreis und Zähler hängt. Das Ergebnis hängt von der Leitung ab; siehe Powerline: wann es sinnvoll ist.
- Eine WLAN-Richtfunkstrecke zwischen den Gebäuden, mit zwei kleinen Außeneinheiten, die aufeinander zeigen, überbrückt größere Abstände, wenn kein Kabel möglich ist.
- Ein Repeater an einem Fenster Richtung Garage ist die günstige Variante, für leichte Nutzung auf kurze Distanz.
Geräte in der Garage
Viele Garagengeräte, Antriebe, Wallboxen und Sensoren, nutzen nur 2,4 GHz und haben kleine Antennen. Montiere sie möglichst weg vom Stahltor und von großen Metallregalen, und erwarte nicht, dass sie so weit reichen wie dein Handy. Siehe 2,4 oder 5 GHz.
Mit geschlossenem Tor testen
Das Tor ändert alles, also teste so, wie die Geräte leben: mit geschlossenem Tor. Mit WiFi Heatmap machst du den Verbindungstest dort, wo Wallbox oder Antrieb sitzen, und misst die Räume auf der Garagenseite des Hauses, um die Stelle zu finden, an der das Signal noch stark genug zum Weitergeben ist. Genau dort gehört der Knoten hin.