Alten Router als Access Point nutzen

Der Router, den du letztes Jahr ersetzt hast, liegt noch in der Schublade. Mit einem Kabel und zehn Minuten Einstellungen versorgt er das hintere Zimmer. So geht's, und wann nicht.

Veröffentlicht am · 2 Min. Lesezeit

In diesem Ratgeber
  1. Die Bedingung: Er braucht ein Kabel
  2. So richtest du ihn ein
  3. Das Risiko: alte Firmware
  4. Die andere Grenze: altes WLAN
  5. Platzier ihn, als ob es zählt

In vielen Haushalten liegt ein übriger Router: der vom früheren Anbieter oder der, den ein neueres Modell ersetzt hat. Als Access Point eingesetzt, bringt er kostenlos WLAN in ein entferntes Zimmer. Eine Bedingung entscheidet alles, und ein Risiko solltest du kennen.

Die Bedingung: Er braucht ein Kabel

Ein Access Point ist nur so gut wie seine Verbindung zum Hauptrouter. Der alte Router muss angebunden sein über:

Ohne Kabel kann ein alter Router kein richtiger Access Point sein; bestenfalls wird er ein schwacher Funk-Repeater, mit allen Nachteilen.

So richtest du ihn ein

Viele Router haben einen Access-Point-Modus (manchmal Bridge- oder AP-Modus genannt). Hat deiner so etwas, nutze es: Es erledigt die Details für dich. Wenn nicht, geht es auch von Hand:

  1. Einen Computer mit dem alten Router verbinden und die Einstellungen öffnen.
  2. Ihm eine feste Adresse geben im selben Netz wie der Hauptrouter, außerhalb des Bereichs, den der Hauptrouter vergibt.
  3. Seinen DHCP-Server ausschalten, damit nur der Hauptrouter Adressen vergibt.
  4. Das Kabel vom Hauptrouter an einen normalen LAN-Port stecken, nicht an den Internet- oder WAN-Port.
  5. WLAN-Name und Passwort festlegen: gleich wie im Hauptnetz, wenn Geräte zwischen beiden wechseln sollen, oder ein anderer Name, wenn du lieber selbst wählst. Siehe Handy wechselt nicht zum nächsten Repeater für das Für und Wider.
  6. Einen anderen 2,4-GHz-Kanal wählen als der Hauptrouter (1, 6 oder 11), damit sich beide nicht in die Quere kommen.

Das Risiko: alte Firmware

Router bekommen nach einigen Jahren keine Sicherheitsupdates mehr. Ein Router ohne Updates sollte nicht Teil deines Netzes sein, auch nicht als Access Point. Schau auf der Herstellerseite nach: Ist das letzte Update sehr alt, gehört er ins Recycling.

Die andere Grenze: altes WLAN

Ein alter Router kann oft nur ältere WLAN-Standards, und Geräte in seiner Nähe verbinden sich mit diesem Tempo. Für ein Gästezimmer oder ein entferntes Schlafzimmer zum Streamen und Surfen reicht das oft. Für ein Homeoffice mit großen Uploads ist ein aktueller Access Point die bessere Investition. Siehe Repeater oder Mesh für die anderen Optionen.

Platzier ihn, als ob es zählt

Er ist kostenlos, braucht aber trotzdem einen guten Platz: hoch, frei, im oder nahe dem Zimmer, das er versorgen soll. Dann zeigt WiFi Heatmap, ob das entfernte Zimmer wirklich besser geworden ist und wo sich die Abdeckung des alten Routers mit der des Hauptrouters trifft.