2,4 und 5 GHz trennen: sinnvoll oder nicht?

In Foren ein Dauerbrenner: jedem Band einen eigenen Namen geben und selbst wählen. Manchmal klug. Für Handys, die durch die Wohnung wandern, geht es meist nach hinten los.

Veröffentlicht am · 2 Min. Lesezeit

In diesem Ratgeber
  1. Ein Name für beide Bänder
  2. Zwei getrennte Namen
  3. Ein Mittelweg, der funktioniert
  4. Vor der Entscheidung testen

Die meisten Router senden 2,4 und 5 GHz unter einem Netznamen und entscheiden, welches Band jedes Gerät nutzt. Viele lassen sich auch trennen, etwa in „Zuhause" und „Zuhause-5G". Online wird gestritten, was besser ist. Die ehrliche Antwort: Es hängt vom Gerät ab, und davon, ob es sich bewegt.

Ein Name für beide Bänder

So funktioniert es: Der Router (oder das Gerät) wählt das Band. Meist heißt das Band Steering oder Smart Connect.

Gut für:

  • Handys, Tablets und Laptops, die von Raum zu Raum wandern;
  • Mesh-Systeme, die um einen einzigen Namen herum gebaut sind;
  • Haushalte, in denen niemand darüber nachdenken will.

Schwächen: Manche Geräte wählen schlecht, kleben neben dem Router auf 2,4 GHz oder im entfernten Raum auf 5 GHz, wo es ständig abbricht.

Zwei getrennte Namen

So funktioniert es: Du wählst, mit welchem Band sich jedes Gerät verbindet, und dort bleibt es.

Gut für:

  • Geräte, die sich nie bewegen: Fernseher oder Konsole nahe am Router kann man fest auf 5 GHz legen;
  • das Einrichten von Smart-Home-Geräten, die nur 2,4 GHz können und beim Koppeln mit einem gemeinsamen Netz durcheinanderkommen;
  • Tests, wenn du beide Bänder in einem Raum vergleichen willst. Siehe 2,4 oder 5 GHz.

Schwächen: Ein Handy im „Zuhause-5G" wechselt nicht auf 2,4 GHz, wenn du ans andere Ende der Wohnung gehst. Es hält fest, bis 5 GHz ganz wegbricht, dann fällt es raus. Genau das Gegenteil dessen, was du für bewegte Geräte willst.

Ein Mittelweg, der funktioniert

  • Für den Alltag einen gemeinsamen Namen behalten, vor allem für Handys und Laptops.
  • Bei Bedarf vorübergehend trennen: zum Koppeln einer störrischen smarten Steckdose oder zum Testen eines Raums. Danach wieder zusammenlegen.
  • Erlaubt dein Router ein drittes Netz, behalten manche den gemeinsamen Namen plus einen zusätzlichen reinen 2,4-GHz-Namen nur fürs Smart Home.

Bei Mesh-Systemen lässt sich oft gar nicht trennen, und das ist Absicht: Das System will deine Geräte selbst zwischen Bändern und Knoten verschieben. Macht es das schlecht, liegt die Lösung meist im Standort, nicht im Trennen. Siehe Handy wechselt nicht zum nächsten Repeater.

Vor der Entscheidung testen

Trennst du, um ein Problem zu lösen, miss zuerst. Mit WiFi Heatmap prüfst du den Problemraum nacheinander mit jedem Band; ist 5 GHz dort gut, fährst du mit einem gemeinsamen Netz und besserem Standort besser als mit zwei Namen, die du von Hand verwalten musst.